HP-Psychotherapie: Lerntipps für die schriftliche Prüfung (Teil 1)

Psychologische und neurologische Erkenntnisse über das Lernen
(Zusammenfassung von Kap. 1 meines Buchs „Schriftliche Prüfung: Heilpraktiker für  Psychotherapie“. Elsevier-Verlag, € 29,90.)

Beim LeErscheinngsdatum: April 2014rnen auf die Prüfung haben Sie wahrscheinlich die Erfahrung gemacht, dass mühsam Gelerntes innerhalb kürzester Zeit  aus Ihrem Gedächtnis entschwunden ist. Diese Erkenntnis ist nicht neu: schon Ende des 19. Jahrhunderts konnte der Psychologe H.Ebbinghaus in verschiedenen Lernexperimenten nachweisen, dass wir bereits 20 Minuten nach dem Lernen sinnloser Silben 40 % des Gelernten nicht mehr abrufen können; nach einer Stunde haben wir über die Hälfte, nach einem Tag zwei Drittel, nach 6 Tagen über 85 % des Gelernten vergessen – vorausgesetzt es waren sinnlose Wörter; vorausgesetzt auch, das auswendig Gelernte wurde nicht wiederholt.

Inzwischen haben Lernpsychologen auf der Grundlage der Ebbinghaus’schen Lernkurve unser Wissen über erfolgreiches Lernen erweitert und hierbei wichtige Erkenntnisse gewonnen, die hier stichpunktartig zusammengefasst werden:

1. Viele Eingangskanäle ansprechen
Neu Gelerntes wird umso besser erinnert, je mehr „Eingangskanäle“ beim Lernen aktiviert werden (Hören, Sehen, Lesen, Sprechen, Schreiben, Zeichnen, Malen, Riechen, Schmecken etc.). Auf diese Weise kann sich das Gelernte an vielen verschiedenen Teilen des Gehirns mit den dort vorhandenen „Schaltkreisen“ verbinden.

2. Emotionale „Erregung“:
Bei Dingen, die uns emotional stark berühren, genügt ein einmaliges Erleben, damit sich das Ereignis lebenslang einprägt: die erste Liebe, der erste Kuss, ein wunderschöner Urlaubstag, aber auch traumatische Erlebnisse aus der Kindheit oder dem Erwachsenenalter bleiben oft so intensiv in unserem Gedächtnis haften, dass wir uns ein Leben lang daran erinnern. Die Erklärung hierfür findet sich in einem Merksatz, den wir uns für das Lernen zunutze machen sollten:
„Was uns emotional nicht berührt, wird schnell vergessen“
Oder umgekehrt: Je mehr Sie an dem, was Sie lernen, emotional beteiligt sind, desto besser und länger prägt sich das Gelernte ein. Das könnte damit beginnen, dass SHPmündlNeuauflageie Teile des Skripts in Stichworten zusammenfassen und dann laut sprechen, vor dem Spiegel vortragen, in einer Arbeitsgruppe erläutern oder auf ein Diktiergerät aufnehmen. Oder aber Sie schreiben wichtige Teile des Gelernten auf Karteikarten und erweitern Ihr Wissen durch Filmausschnitte, lebensnahe Fallgeschichten (z.B. aus meinem Buch „Sicher durch die mündliche Prüfung“); oder indem Sie – allein oder mit einem Freund/einer Freundin – im Rollenspiel z.B. einen Schizophrenen, einen Maniker, einen „Borderliner“ oder einen Menschen mit einer schizoiden/paranoiden/abhängigen Persönlichkeitsstörung imitieren (natürlich auf der Grundlage der Diagnosekriterien nach ICD-10).

Auf neuronaler Ebene kann man sich die Grundlagen für „emotionales Lernen“ vereinfacht folgendermaßen vorstellen:

Aus den unzähligen auf uns einstürmenden Sinneseindrücke wählt das Gehirn die Informationen aus, die es für wichtig erachtet, andere werden von vornherein abgeblockt. Die neuen Informationen werden über eine kleine Hirnregion mit dem Namen „Hippocampus“ („Seepferdchen“) verarbeitet. Der Hippocampus unterscheidet nochmals zwischen „wichtig“ (emotional erregend) und „unwichtig“ (emotional unbedeutend), ordnet die eingetroffenen Informationen und transferiert sich nach einigen Stunden bis Tagen in die „zuständigen“ Areale der Hirnrinde (des „Langzeitgedächtnisses“). Das funktioniert allerdings nur, wenn nicht ununterbrochen neue, wichtige Informationen den Hippocampus überfluten: dann nämlich werfen die neu ankommenden Lerninhalte die im Hippocampus kreisenden Informationen aus dem System – das vor ein paar Stunden Gelernte ist verschwunden. Ein mehrere Stunden andauerndes Lernen ohne Zwischenpausen ist dehalb kontraindiziert.

Lernprobleme gibt es auch, wenn jemand sich in einer emotionalen Krise befindet: die ständig kreisenden emotional „aufgeladenen“ Gedanken lassen kaum zu, dass neue, emotional weniger „erregende“ Lerninhalte, aufgenommen werden. Falls dies doch geschieht, wird das soeben Gelernte schnell von den belastenden Gedanken verdrängt und aus dem „System“ geworfen.

KONSEQUENZEN FÜR DAS LERNEN

(1) Denken Sie daran: Ihr Gehirn hat nur eine begrenzte Aufnahmefähigkeit, beschränken Sie sich deshalb beim Lernen auf die Themen, die für die Prüfung wichtig sind. Einen Überblick über besonders wichtige, weniger wichtige und nur selten überprüfte Themen finden Sie in meinem Buch „Schriftliche Prüfung: Heilpraktuiker für Psychotherapie.“ Das Buch eignet sich auch sehr gut dazu, um bestimmte Kapitel des Vorbereitungskurses zu wiederholen und anhand von Prüfungsfragen und Kurztests das eigene Wissen zu dem entsprechenden Themenbereich zu überprüfen.

(2) Kennzeichnen Sie beim Durchgehen Ihres Skripts oder Lehrbuchs durch farbiges Unterstreichen wichtiger Begriffe, was besonders wichtig ist. Diese einfache Technik hilft Ihrem Gehirn, aus der Fülle des Neuen das Wichtige herauszufiltern. Und vergessen Sie nicht, in einem zweiten Durchgang die unterstrichenen Passagen zu wiederholen.

(3) Beim Lernen sollten Sie Pausen einlegen, damit das Kurzzeitgedächtnis (der „Hippocampus“) genügend Zeit hat, die neuen Informationen zu ordnen und an die dafür zuständigen Hirnareale weiterzuleiten. Bewährt haben sich Lernphasen von 20, 30 oder maximal 60 Minuten, nach denen Sie bewusst eine 5-15-minütige Pause einlegen. Besonders günstig zum Lernen wichtiger Dinge ist die Zeit vor dem Schlafengehen, denn in der Nacht hat der Hippocampus genügend Zeit, das neu Gelernte zu verarbeiten.

(4) Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre. Angst und Stress bewirken, dass Ihr Gehirn auf „Gefahr“ umschaltet, ein Zustand, in dem die kognitiven Instanzen weitgehend ausgeschaltet werden und ihr Hippocampus kaum Neues aufnehmen kann. Versuchen Sie deshalb, eine Lernatmosphäre zu schaffen, in der sie ihre Alltagsprobleme für einige Zeit beiseite schieben – indem sie sich bewusst eine gewisse Zeit zum Lernen reservieren, vorher eventuell kurz meditieren oder sich entspannen oder ihr Lernen durch Entspannungsmusik untermalen.

(5) Bitte vergessen Sie bei alldem nicht: Je stärker Sie beim Lernen emotional beteiligt sind, desto besser ist die Behaltensleistung, denn:
„Was uns emotional nicht berührt, wird schnell vergessen!“

Heilpraktiker für Psychotherapie: Schriftliche Prüfung vom 18. März 2015

Die Frühjahrsprüfung 15-1 zum Heilpraktiker für Psychotherapie war gut machbar. Die meisten meiner Kursteilnehmer hatten 2 bis 5 Fehler. Einige sehr spezielle Fragen (z.B. zu den Symptomen einer Lithiumintoxikation) waren natürlich – wie immer – dabei. Gut finde ich, dass nun endlich auch eine Frage zur Binge-Eating-Störung aufgenommen wurde. Die Lösungen mit Kurzkommentaren finden Sie auf unserer Website unter Forum-Gilching.de (Prüfung März 2015)

Bitte denken Sie daran: eine nicht zu unterschätzende Hürde ist die mündliche Prüfung. Um die Leute aus meinen Kursen optimal auf’s Mündliche vorzubereiten, biete ich schon nächsten Montag (23.03.2015, 17-21 h) ein Kurzseminar an mit dem Titel: „Wie bestehe ich die mündliche Prüfung“. Überdies ist es auch möglich, speziell für München-Land, München-Stadt, Augsburg-Land, Landshut, Regensburg etc. ein Coaching in Kleingruppen buchen. Details zu den beiden Kursen finden Sie unter Forum-Gilching.de (Vorbereitung auf’s Mündliche)

Wird im Mündlichen eine psychotherapeutische Ausbildung verlangt?
Da ich immer wieder Zuschriften bekomme von Prüflingen, die im Mündlichen KEINE psychotherapeutische Ausbildung vorweisen können, sondern sich nur über Bücher auf’s Schriftliche vorbereitet haben, hier nochmals in Kürze die Rechtsvorschriften aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21.1.1993, deren wichtigsten Punkte sich in den Merkblättern der verschiedenen Bundesländer wieder finden. Die im Gesetz aufgeführten Punkte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

● Der Prüfling muss ausreichende theoretische Kenntnisse besitzen, um seine psychotherapeutische Tätigkeit gegenüber der Tätigkeit eines Arztes (Psychiater, Neurologe, Internist etc.) abzugrenzen.
● Der Prüfling muss „ausreichende diagnostische Fähigkeiten in Bezug auf das einschlägige Krankheitsbild“ besitzen.
● Der Prüfling muss „die Befähigung haben, seelische Krankheiten und Leiden … als solche zu erkennen … um therapeutisch auf den Befund so zu reagieren, dass der Patient durch die konkrete Behandlung keinen gesundheitlichen Schaden erleidet.“
● Der Prüfling muss „die Befähigung besitzen, Patienten entsprechend der Diagnose psychotherapeutisch zu behandeln.“ Das heißt: er muss sich die Befähigung angeeignet haben, Menschen die an einer psychischen Erkrankung leiden, so zu behandeln, dass sie durch seine Art der Psychotherapie keinen Schaden erleiden.

Rein rechtlich gesehen kann nach Auskunft des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Familie „nicht gefordert werden, dass jeder Kandidat eine einschlägige psychotherapeutische Ausbildung durchlaufen hat, um zur Überprüfung zugelassen zu werden… Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kommt es bei der Überprüfung nicht auf die Vorbildung, sondern auf die beabsichtigte Tätigkeit an“. Für die Prüfungskommission könne der Nachweis einer fachlichen Vorbildung allerdings von Nutzen sein und Einfluss nehmen auf Art und Inhalt der Fragestellung, „je nachdem, ob ein Kandidat eine Ausbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren nachweisen kann oder nicht.“ (Schreiben vom 13.05.14 auf persönliche Anfrage).

Um festzustellen, ob der Prüfling die im Gesetz aufgeführten Fähigkeiten besitzt, stellen die Prüfer zu Beginn oft (aber nicht immer!) Fragen wie:
● „Welche psychotherapeutische Ausbildung haben Sie gemacht?“
● „Wie haben Sie sich auf die Prüfung vorbereitet?“
● „Mit welchen Klienten wollen Sie nach Bestehen der Prüfung arbeiten?“

Anschließend legen sie dem Prüfling meist eine Fallgeschichte vor, anhand derer er seine diagnostischen Fähigkeiten in Bezug auf das vorliegende Krankheitsbild unter Beweis stellen soll. Zum Abschluss folgt nahezu immer die Frage: „Wie gehen Sie im vorliegenden Fall therapeutisch vor?“
Das weitere Prüfungsgespräch knüpft entweder an die differenzialdiagnostischen Überlegungen der Fallgeschichte an; häufig auch stellen die Prüfer querbeet Fragen zu den verschiedensten Themenbereichen, die manchmal auf einer Frageliste abgehakt werden. Nahezu immer müssen Sie in diesem Zusammenhang detaillierte Kenntnisse zum Betreuungsrecht und zum Unterbringungsrecht/Psychisch-Krankengesetz nachweisen.

Nicht alle Prüfungsämter verlangen eine psychotherapeutische Vorbildung
Es gibt auch Prüfungsämter, die sich darauf beschränken, 40-60 Minuten nur theoretisches Wissen abzufragen ohne darauf einzugehen, ob der Prüfling eine psychotherapeutische Ausbildung gemacht oder anderweitig Erfahrungen im Bereich Psychotherapie gesammelt hat. Manche Prüfungskommissionen fragen zumindest danach, welche Ausbildung nach Bestehen der Prüfung geplant ist, aber auch das ist nicht immer der Fall. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie die Prüfung in Ihrem Gesundheitsamt ablaufen wird, sollten Sie sich bei ihrem Ausbildungsinstitut kundig machen oder – falls Sie einen Fernkurs absolviert haben – in Ihrem Gesundheitsamt nachfragen.

In der Neuauflage meinHPmündlNeuauflagees Buchs „Sicher durch die mündliche Prüfung“ (Erscheinungsdatum: 20. März) habe ich auch Prüfungskommissionen aufgenommen, bei denen das „Mündliche“ anders abläuft als in den meisten Bundesländern. –

Ich wünsche allen Prüflingen, die heute das Schriftliche bestanden haben, viel Glück im „Mündlichen“ und freue mich über den einen oder anderen Kommentar.

Heilpraktiker für Psychotherapie: Mündliche Prüfung 2014-2

Da bei der schriftlichen Prüfung 14-2 im Vergleich zur Frühjahrsprüfung sehr viele Prüflinge bestanden haben, gab es in einigen Prüfungsämtern offensichtlich Prüfungskommissionen, die im Mündlichen stärker „ausgesiebt“ haben als in den Jahren zuvor. Oft wurden – wie im folgenden Beispiel – Kurzfälle zum Anlass genommen, um im Rahmen der differenzialdiagnostischen Überlegungen (inzwischen sehr wichtig geworden!!!) breitgefächertes Wissen abzufragen.

Fallbeispiel: Ein junger Mann (27) fährt morgens mit der U-Bahn in die Arbeit. Er bekommt Atemnot, Schweißausbrüche, zittert am ganzen Körper und muss die U-Bahn an der nächsten Haltestelle verlassen. Er muss dringend ins Freie, da geht es ihm besser. – Was kommt differenzialdiagnostisch in Frage?

• DD Panikattacke bei Panikstörung: Durch Nachfragen klären -> In Vergangenheit: Panikattacken wie aus heiterem Himmel?)
• DD Panikattacke bei Agoraphobie: Durch Nachfragen klären -> In Vergangenheit: Panikattacken bei Menschenmengen, auf Plätzen etc.?)
• DD Panikattacke bei Klaustrophobie: Durch Nachfragen klären -> In Vergangenheit: Panikattacken bei engen Räumen?)
• DD Panikattacken bei sozialer Phobie: Durch Nachfragen klären -> In Vergangenheit: Panikattacken in sozialen Situationen?)
• DD Organische Ursachen, z.B. Schilddrüsenüberfunktion. Weitere Symptome durch Nachfragen klären bzw. ausschließen
• DD Angstanfall im Rahmen einer Depression -> Durch Fragen nach weiteren Symptomen ausschließen oder in Betracht ziehen (hier: Fragen der Prüfer zu den typischen Symptomen einer depressiven Episode; eventuell auch einer Anpassungsstörung)
• DD Herzangstsyndrom: Werden diese und weitere Symptome stark herzbezogen erlebt? (Zusatzfragen der Prüfer zu anderen somatoformen autonomen Funktionsstörungen)
• DD Angstanfall im Rahmen eines Asthma-Anfalls
• DD Angstanfall bei Angina pectoris
• DD Herzinfarkt -> Prüfer: Was tun Sie, wenn der junge Mann in Ihrer Praxis sitzt? (Notarzt rufen!)
• DD Entzugserscheinungen (Benzodiazepine? Alkohol?). –> Prüfer: Fragen zur Entzugssymptomatik, zum Entzugsdelir, zu Bewusstseinsstörungen beim Delir. Zusatzfrage: Gibt es organisch bedingte psychische Störungen, bei denen das Bewusstsein nicht getrübt ist? -> Korsakow-Syndrom (Symptome erklären) – Demenz im Frühstadium – Alkoholhalluzinose.
Heilpraktiker für Psychotherapie: Mündliche Prüfung 2014-2 weiterlesen

Schriftliche HP-Prüfung (Psychotherapie) im Oktober 2014

Wie nach jeder Prüfung waren die Lösungen für Gruppe A und B ab mittags schon auf unserer Website einsehbar, so dass jeder Prüfling sehen konnte, ob er/sie die Prüfung bestanden hat oder nicht. Seit heute findet Ihr auch alle Fragen mit ausführlichen Kommentaren im Netz unter Forum-Gilching.de (Prüfung Oktober 2014)

Gratulation an alle, die das „Schriftliche“ bestanden haben! Obwohl ich von vielen Seiten gehört habe: „Die Prüfung wird im Herbst mindestens genauso schwierig wie im Frühjhar 2014“ ist das Gegenteil eingetreten: Die Prüfung war bei entsprechender Vorbereitung gut machbar, viele Teilnehmer aus meinen Kursen haben zwischen 1 und 4 Fehlern. Entspechend positiv waren die zahlreichen Rückmeldungen. Jetzt geht es an die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung. Bitte überprüft durch Nachfragen, wie bei Euch das „Mündliche“ abläuft, z.B. ob eine Fallgeschichte vorgegeben oder nur theoretisches Wissen abgefragt wird. Wichtig ist auch zu erfahren, ob die Prüfer eine psychotherapeutische Ausbildung voraussetzen, oder ob sie sich damit zufrieden geben, dass der Prüfling glaubhaft versichert, er werde anschließend eine Ausbildung in Gesprächs-, Kunst-, Hypnose-, Familientherapie etc. absolvieren. Und: Vielleicht hilft Euch mein Buch „Sicher durch die mündliche Prüfung“ (bei Amazon gibt es hierzu inzwischen 30 Rezensionen).

Buch - Sicher durch die mündliche Prüfung

Vorschau auf die schriftl. Prüfung 14-2

Wie in meinem letzten Beitrag schon angedeutet, ist im Herbst 2014 eine ähnlich schwierige schriftliche Prüfung zu erwarten wie in diesem Frühjahr (Bestehensquote landesweit: 30-40 %). Für einen HP-Psychotherapie sei es wichtig, psychische Erkrankungen differenzialdiagnostisch von körperlichen Erkrankungen abzugrenzen, deshalb seien auch in den nächsten Prüfungen Fragen wie die in der letzten Prüfung zu erwarten. Damit Sie sich zumindest in den Bereichen, die in der letzten Prüfung abgefragt wurde, optimal vorbereiten können, habe ich die Lösungen auf unserer Website stark erweitert, so dass jetzt z.B. auch Fragen zu folgenden Themen detailliert erklärt werden:

– Was versteht man in der Psychiatrie unter Konkretismus?
– Was genau ist ein „metabolisches Syndrom“
– Was hat eine Fettstoffwechselstörung mit einer vaskulären Demenz zu tun?
– Was sind Frühsymptome der Huntington-Erkrankung?
– Was genau wird beim Blutbild überprüft? Was ist hier bei der Magersucht verändert?
– Was ist der Unterschied zwischen einer retrograden und einer anterograden Amnesie?
– Eine „querulatorische Persönlichkeitsstörung“ – gibt es die überhaupt?
– Was bedeutet der Begriff „hohe (bzw.niedrige) therapeutische Breite“?

Mehr dazu unter Forum-Gilching.de (Prüf.März 2014)

Fernsehtipp: Lebenslinien. Der Krieg in meinem Kopf (Bayer. Fernsehen, 03.02.2014, 21.00 Uhr)

Der ehemalige Elitesoldat Robert kämpft als Fallschirmjäger erst im Kosovo, später in Afghanistan. Am 2. März 2002 explodiert zwei Meter neben ihm eine Rakete. Fünf Soldaten vor ihm werden getötet, auch zwei seiner Kameraden. Er selbst überlebt wie durch ein Wunder. Die äußeren Wunden verheilen, aber für ihn ist nichts mehr wie zuvor. Er leidet unter Schlafstörungen und Albträumen, kleinste Gerüche oder Geräusche reichen, und er ist wieder mitten im Krieg. Er hat aggressive Ausbrüche und zieht sich immer weiter von seiner Familie und seinem Umfeld zurück. Die Ärzte diagnostizieren eine chronische PTBS.

Weitere Infos unter www.phoenix.de und BR: Lebenslinien

Titelschutz für „Hypnotherapeuten“

Im Dezember 2013 hat die „Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie e.V.“ (DGH) auf ihrer Internetseite einen Beitrag zum Titelschutz für Hypno- bzw. Hypnosetherapeuten veröffentlicht. Die DGH berichtet, sie habe eine auf das Medizinrecht/Gesundheitsrecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei in Berlin mit der Erstellung einer rechtsgutachterlichen Stellungnahme zu der Frage beauftragt, auf Grund welcher Qualifikation jemand sich als Hypnotherapeut bezeichnen darf. Die Bezeichnung „Therapeut“ werde von den Patienten als Hinweis auf eine Person verstanden, die über eine Approbation verfüge (Psychologischer Psychotherapeut; Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut etc.).

Zitat: „Daher haben die Zivilgerichte beispielsweise die Bezeichnung als „Familientherapeut“ und als „Praxis für Traumatherapie“ durch Nicht-Approbierte für unzulässig gehalten, soweit nicht für die Patienten klar zu erkennen ist, dass der Ankündigende NICHT über eine entsprechende Qualifikation (Approbation) verfügt.“ Mehr hierzu auf www.dgh-hypnose.de

Titelschutz für „Hypnotherapeuten“ weiterlesen

Neues aus der Wissenschaft

1. Fernsehsendung zur „Multiplen Sklerose“ am 07. Jan. 2014 im Bayer. Fernsehen (19.00-19.45). Titel: Leben mit MS – wenn das Immunsystem den eigenen Körper angreift. Mehr zum Inhalt der Sendung findet Ihr unter www.br.de

2. SZ-Artikel zur erblichen Form von Alzheimer (Süddeutsche Zeitung „Die Seite Drei“, 27.12.13)

Der Artikel berichtet von einer breit angelegten Studie des Arztes Francisco Loopera im Nordwesten Kolumbiens, wo in der Region Antioquia etwa jeder Fünfte an Alzheimer erkrankt, und dies schon oft im Alter zwischen 40 und 50.
Neues aus der Wissenschaft weiterlesen

Mündliche Prüfung Nov./Dez. 2013: Fallgeschichte

Inzwischen haben alle 33 Prüflinge das Mündliche hinter sich. Von den fehlenden vier haben drei das Mündliche geschafft, bei einer Teilnehmerin wurde die Prüfung wegen Erkrankung auf das Frühjahr 2014 verschoben. Zusammengefasst ergibt sich folgendes „Endergebnis“: Von den 34 im Forum Gilching vorbereiteten Prüflingen haben fünf die Prüfung nicht geschafft: eine Teilnehmerin scheiterte im Schriftlichen, 4 Teilnehmer haben das Mündliche nicht bestanden. Eine der letzten Fallgeschichten im Mündlichen war wieder eine „neurologische“, die gut zu den „realitätsfernen“ Geschichten des vorherigen Beitrags passt.

Fallgeschichte: Depressiv nach Schlaganfall: Eine Frau mit Halbseitenlähmung (Hemiparese) nach Schlaganfall kommt in die Praxis, weil sie so antriebslos ist, sich für nichts mehr interessiert und keine Freude mehr am Leben hat. Vor ihrem Schlaganfall war sie eine offene, lebenslustige Frau gewesen. – Prüfer: An welche Diagnose(n) denken Sie? Gehen Sie nach dem psychopathologischen Befund vor.
Mündliche Prüfung Nov./Dez. 2013: Fallgeschichte weiterlesen

Mündliche Prüfung und Therapiealltag.

Fallgeschichte aus dem Mündlichen: „Ein Mann hat seit gestern  Schluckbeschwerden, ein Taubheitsgefühl im linken Arm, Kopfschmerzen und Schwindel. Er kann sich nicht erinnern, was gestern passiert ist, aber man hat ihm erzählt, dass er einen Krampfanfall hatte. Der Mann kommt in Ihre Praxis… “ — Kommt ein Mann mit diesen Symptomen wirklich in eine Praxis für Psychotherapie? Natürlich nicht! Trotzdem müsst Ihr in einem Fall wie diesem – und in vielen anderen – so tun, als sei es das Natürlichste auf der Welt, dass jemand mit eindeutig neurologischen Herdzeichen bei Euch erscheint.
Mündliche Prüfung und Therapiealltag. weiterlesen